 |
 |
 |
Markus Gmünder
Raumplanung zwischen Regulierung und Markt
Eine ökonomische Analyse anreizorientierter Instrumente in der Raumplanung
Sachgebiet: Ökologie, Umwelt, Raumplanung / Raumordnung / Regionalpolitik, regionale Entwicklung
Umfang: 344 Seiten / broschiert
Preis: Fr. 54.00 / € 34.60 (D)
ISBN-Nr.: 978-3-7253-0941-2
Erschienen: Januar 2010
» Bestellen
|
Siehe auch:
» Erfolgreiche Umsetzung von Gemeindefusionen, ISBN-Nr.: 978-3-7253-0935-1 » Politische Führung von Gemeinden, ISBN-Nr.: 978-3-7253-0900-9 » New Public Management im Parlament, ISBN-Nr.: 978-3-7253-0897-2 » Kompaktwissen «Schweizerische Verkehrspolitik», ISBN-Nr.: 978-3-7253-0864-4
Zum Buch:
Anspruch und Realität klaffen in der schweizerischen Raumplanung auseinander. Der anhaltende Siedlungsflächenverbrauch von einem Quadratmeter pro Sekunde und die fortschreitende Zersiedelung der Landschaft stehen im Widerspruch zur raumplanerischen Zielsetzung eines haushälterischen Umgangs mit der Ressource Boden.
In «Raumplanung zwischen Regulierung und Markt» wird aus ökonomischer Sicht umfassend analysiert, weshalb mit dem heutigen Instrumentarium die raumplanerischen Ziele nur ungenügend erreicht werden, und wie sich mit Hilfe anreizorientierter Instrumente die Siedlungs- und Raumentwicklung besser steuern lässt. Hierzu werden anhand ausländischer Fallbeispiele alternative Ansätze aufgezeigt, angefangen von verursachergerechten Abgabelösungen bis hin zu handelbaren Flächennutzungszertifikaten, und auf ihre Eignung für die Schweiz beurteilt. Der Autor entwirft zudem Vorschläge zur Ausgestaltung eines anreizorientierten raumplanerischen Instrumentenmix für die Schweiz.
Das Buch richtet sich sowohl an Planungsfachleute als auch an Ökonomen, Geographen, Juristen, Politiker oder interessierte Laien, die sich mit der ökonomischen Analyse der Raumplanung im Allgemeinen und mit anreizorientierten Instrumenten im Speziellen vertraut machen wollen.
Inhaltsverzeichnis:
1. Einleitung
1.1 Raumplanung im Umbruch
1.2 Fragestellung, Ziele und Abgrenzung
1.3 Theorie und methodischer Ansatz
1.3.1 Theoretische Grundlagen und Sichtweisen
1.3.2 Fallstudien und Best-Practice-Beispiele
1.3.3 Das (qualitative) Interview
1.3.4 Internet-basierte Befragung
1.3.5 Folgerungen und politische Empfehlungen
1.4 Aufbau und Inhalt der Arbeit
TEIL I – THEORETISCHE GRUNDLAGEN: GEGENSTAND UND BEGRÜNDUNG RAUMPLANERISCHEN HANDELNS
2. Raumentwicklung und Raumplanung in der Schweiz
2.1 Bodennutzung und Siedlungsflächenwachstum
2.1.1 Schweizerische Bodennutzung im Wandel
2.1.2 Raumentwicklung im internationalen Vergleich
2.1.3 Kosten der Zersiedelung
Exkurs: Externe Kosten des Flächenverbrauchs
2.2 Zum Begriff und Gegenstand «Raumplanung»
2.3 Ziele der Raumplanung
2.3.1 Allgemeine Ziele und Grundsätze
2.3.2 Ziele der Bodennutzungsplanung
2.3.3 Zielbeziehungen und -konflikte zwischen Raumplanung und Umweltschutz
2.4 Instrumente und Prozesse der Raumplanung
2.4.1 Konzepte und Sachpläne
2.4.2 Richtpläne
2.4.3 Nutzungspläne
2.4.4 Planungsprozesse in der Praxis
2.5 Zusammenfassung
3. Wohlfahrtstheoretische Analyse hoheitlicher Regulierung in der Raumplanung
3.1 Besonderheiten des Bodenmarktes
3.1.1 Bodeneigenschaften und -nutzungsarten
3.1.2 Grundrente und Bodenpreis
3.2 Probleme der Marktsteuerung bei der Bodennutzung
3.2.1 Externalitäten
3.2.2 Kollektivgüter
Exkurs: Flächenfreihaltung und Landschaft als Kuppelprodukt
3.3 Mit hoheitlicher Regulierung gegen drohendes Marktversagen
3.4 Problemfelder infolge raumplanerischer Regulierung
3.4.1 Unvollständige Information bei der Festlegung von Richt- und Nutzungsplänen
3.4.2 Irreversibilitäten bei der Bodennutzung
3.4.3 Statische und dynamische Ineffizienzen raumplanerischer Regelwerke
3.5 Zusammenfassung
4. Politisch-ökonomische Analyse der Prozesse in der Raumplanung
4.1 Übersicht der relevanten Anspruchsgruppen
4.2 Verteilungswirkungen raumplanerischer Prozesse
4.3 Organisationsfähigkeit und politischer Einfluss der einzelnen Anspruchsgruppen
4.4 Staatlich-bürokratische Anreizstrukturen
4.5 Rent-Seeking-Verhalten und die Folgen
4.6 NIMBY-Problematik in verdichteten Räumen
4.7 Zusammenfassung
5. Verfügungsrechte und Verhandlungsprozesse im Kontext der Raumplanung
5.1 Zum Begriff der Property Rights (Verfügungsrechte)
5.2 Verhandlungsprozesse nach Coase
5.2.1 Zuordnung der Verfügungsrechte bei der Bodennutzung
5.2.2 Übertragung der Verfügungsrechte des Bodens
5.2.3 Die Notwendigkeit von Kompensationsmechanismen
5.3 Voraussetzungen und Einschränkungen
5.3.1 Eindeutigkeit von Verfügungsrechten
5.3.2 Transaktionskosten
5.3.3 Konkurrenz-, Einkommens- und Verteilungsaspekte
5.4 Die Bedeutung des Coase-Prozesses für die Raumplanung
5.5 Zusammenfassung
TEIL II – EMPIRISCHE ANALYSE: ANREIZORIENTIERTE INSTRUMENTE IN DER RAUMPLANUNGSPRAXIS
6. Internalisierung externer Effekte durch Preissteuerung
6.1 Abgabelösungen
6.1.1 Sozialkostenabgaben als Steuern auf die Flächennutzung
6.1.2 Verursachergerechte Erschliessungs- und Benutzungsabgaben
Exkurs: Möglichkeiten der Planungsmehrwertabschöpfung
6.1.3 Lenkungsabgaben auf die Bodennutzung
6.1.4 Anwendungsbeispiele unterschiedlicher Abgabelösungen
Exkurs: Road Pricing als Lenkungsabgabe zur indirekten Beeinflussung der Bodennutzung
6.2 Subventionslösungen nach dem Besteller-Bezahler-Prinzip
6.2.1 Funktionsweise und Wirkung subventionsähnlicher Lösungen
6.2.2 Anwendungsbeispiele subventionsähnlicher Lösungen
6.3 Beurteilung der Instrumente mit Preissteuerung
6.3.1 Eignung von Abgabelösungen
6.3.2 Eignung subventionsähnlicher Lösungen
6.4 Zusammenfassung
7. Internalisierung externer Effekte durch Handel
7.1 Direkte Verhandlungslösungen
7.1.1 Das Verhandlungsproblem und Konfliktstrategien in der Raumplanung
7.1.2 Partizipation und Kooperation bei staatlich-privaten Verhandlungen
Exkurs: Mediation als Verhandlung durch Vermittlung
7.1.3 Anwendungsbeispiele staatlich-privater Verhandlungslösungen
7.2 Handelbare Zertifikate zur baulichen Flächennutzung – Funktionsweise und Wirkung
7.2.1 Flächennutzungszertifikate: Lizenzen zur individuellen baulichen Nutzung
7.2.2 Flächenausweisungszertifikate: Lizenzen für die Ausweisung von Bauland
7.2.3 Kombinierte Zertifikatelösungen: Lizenzen für bauliche Flächennutzungen sowie Neueinzonungen
7.2.4 Umsetzung der Zertifikatelösung anhand der Transferable Development Rights-Programme
7.2.5 Exemplarische Anwendungsbeispiele handelbarer Flächennutzungszertifikate in der amerikanischen Planungspraxis
7.3 Beurteilung der verhandlungsbasierten Instrumente
7.2.1 Eignung direkter Verhandlungslösungen
7.2.3 Eignung von Zertifikatelösungen
7.4 Zusammenfassung
8. Akzeptanz anreizorientierter Instrumente: Ergebnisse der Internetbasierten Befragung
8.1 Vorgehen, Aufbau und Datenbasis der Befragung
8.2 Beurteilung der relevanten raumplanerischen Ziele und Strategien
8.3 Einschätzung der verschiedenen anreizorientierten Instrumente
8.4 Erklärungsansätze zu den unterschiedlichen Standpunkten
8.5 Folgerungen für die Umsetzung anreizorientierter Instrumente
8.6 Zusammenfassung
TEIL III – POLITISCHE IMPLIKATIONEN FÜR DIE PRAXIS: VORSCHLAG FÜR EINEN PARADIGMENWECHSEL IN DER RAUMPLANUNG
9. Konzeptionelle Modellskizze zur Implementierung anreizorientierter Instrumente
9.1 Raumplanungspolitische und ökonomische Zieldefinition
9.2 Rahmenstrategische Einbettung
9.3 Zur Notwendigkeit eines Instrumentenmix
9.4 Vier Vorschläge zur Ausgestaltung des Instrumentenmix
9.4.1 Kostenwahrheit bei Erschliessungs- und Benutzungsabgaben
Exkurs: Einfaches Rechenbeispiel für eine verursachergerechte (Grob-) Erschliessungsabgabe nach Siedlungstyp
9.4.2 Schaffung regionaler Handelssysteme für Flächennutzungszertifikate
9.4.3 Zersiedelungsabgaben zur Steuerung der Bodennutzung
Exkurs: Versiegelungs- und Wohnflächenabgaben im Entwurf zum neuen Raumentwicklungsgesetz
9.4.4 Direkte Verhandlungslösungen als subsidiärer Ansatz
9.5 Zusammenfassung
10. Schritte zur Umsetzung anreizorientierter Instrumente in der schweizerischen Raumplanung
10.1 Raumplanungspolitische Rahmenbedingungen
10.2 Institutionelle Trägerebenen der vorgeschlagenen Instrumente
10.3 Schaffung politischer Mehrheiten
10.4 Etappen der Umsetzung
10.5 Zusammenfassung
11. Schlussfolgerungen und Ausblick
Literatur
Anhang
A.1. Experteninterviews
A.1.1. Interviews mit Experten aus der Wissenschaft und Forschung
A.1.2. Interviews mit Experten aus der Praxis
A.1.3. Fragenkatalog für die Gesprächsleitfäden
A.2. Internet-basierter Fragebogen
A.3. Faktenblätter zum FNZ-Planspiel
|
 |