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Claudia Arnold, Kurt Huwiler, Barbara Raulf, Hannes Tanner, Tanja Wicki
Pflegefamilien- und Heimplatzierungen
Eine empirische Studie über den Hilfeprozess und die Partizipation von Eltern und Kindern
Sachgebiet:
Umfang: 320 Seiten/brosch.
Preis: Fr. 48.00 / € 30.70 (D)
ISBN-Nr.: 978-3-7253-0890-3
Erschienen: Januar 2008 Reihe: NFP 52: Kindheit, Jugend und Generationenbeziehungen im Wandel
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Siehe auch:
» Frühprävention von Gewalt und Aggression, ISBN-Nr.: 978-3-7253-0880-4 » Kinder und Scheidung, ISBN-Nr.: 978-3-7253-0873-6 » Buchbesprechung
Zum Buch:
Wenn ein Kind in einem Heim oder einer Pflegefamilie untergebracht wird, ist das ein folgenschwerer Schritt für die ganze Familie. Oft gehen einer Platzierung schwere innerfamiliäre Spannungen und erfolglose Versuche der Problembewältigung voraus. Den vordergründigen Anlass für eine Platzierung bilden jedoch meist schulische oder andere Probleme der Kinder, speziell bei so genannt freiwilligen Eintritten. Manchmal müssen Behörden eine Fremdplatzierung zum Schutze des Kindes aber auch gegen den Willen der Beteiligten vollziehen, was viel Leid und Konflikte auslösen kann.
Die Fachkräfte, welche eine Platzierung planen und durchführen, tragen grosse Verantwortung. Selbst ausgebildete Sozialarbeitende mit viel Erfahrung bezeichnen diese Aufgabe als äusserst anspruchsvoll: Sie handeln unter Zeitdruck, es stehen zu wenig geeignete Plätze in Heimen und Pflegefamilien bereit, die Beteiligten sind uneinig, es fehlen geeignete Hilfsmittel und Verfahren.
Die vorliegenden Ergebnisse entstanden im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms NFP 52 «Kindheit, Jugend und Generationenbeziehungen im gesellschaftlichen Wandel». 43 Platzierungen von Knaben und Mädchen zwischen 2 und 18 Jahren wurden untersucht, mehr als 300 Gespräche mit Kindern, Eltern und Fachleuten ausgewertet. Die Resultate geben detailreiche, präzise Einblicke in das Platzierungsgeschehen, spezielles Augenmerk liegt auf den Partizipationsmöglichkeiten der Eltern und Kinder. Das letzte Kapitel enthält gezielte Forderungen, wie die Planung und Durchführung von Platzierungen verbessert werden sollten.
Inhaltsverzeichnis:
1 Betreuung in Heimen und Pflegefamilien im Lichte der Forschung
Ausgewählte Befunde zur Heimerziehung und zum Pflegekinderwesen in verschiedenen Ländern
Grossbritannien
Vereinigte Staaten von Amerika
Bundesrepublik Deutschland
Zum Stand der Forschung zur Heimerziehung und zum Pflegekinderwesen in der Schweiz
2 Anlage der Untersuchung
Fragestellung und Zielsetzung
Theoretische Grundlagen der Untersuchung
Die Bedeutung der Partizipation im Platzierungsprozess
Wahl der geeigneten Betreuungsform
Situation nach der Platzierung
Auswirkungen von Fremdplatzierungen
Konzept der Untersuchung
Erhebungsmethode und Auswertung
Design
Grösse und Zusammensetzung der geplanten Stichprobe
Rekrutierung der Stichprobe
Thematische Schwerpunkte
Das Forschungsteam
Beschreibung der Stichprobe
3 Strukturen der Jugend- und Familienhilfe als Kontext der
Untersuchung
Rechtliche Rahmenbedingungen der Jugend- und Familienhilfe in der Schweiz
Für die vorliegende Untersuchung bedeutsame kantonale Strukturen der Jugend- und Familienhilfe
4 Platzierung in einer Pflegefamilie oder in einem Heim: Einstellungen, Rollenverständnis und Probleme aus der Sicht der Sozialarbeitenden
Einstellung zur Platzierung von Kindern und Jugendlichen in Pflegefamilien und Heimen
Zentrale Aufgaben der Sozialarbeitenden im Rahmen von Platzierungen
Bedeutung der Partizipation von Eltern und Kindern im
Platzierungsprozess aus Sicht der Sozialarbeitenden
Argumente zur Entscheidung zwischen Pflegefamilie und Heim
Qualitätsanforderungen an Pflegefamilien und Heime
Schwierigkeiten bei früheren Platzierungen und im Arbeitsalltag von Sozialarbeitenden
5 Vorgeschichte der Platzierung
Erste Auffälligkeiten
Professionelle Unterstützung und Massnahmen im Vorfeld der Platzierung
Lebenssituation der Kinder und Jugendlichen vor der Platzierung
Wohlergehen, Belastung und Gefährdung der Kinder
Beziehungen der Kinder zu wichtigen Bezugspersonen
Weitere familiäre Ressourcen und Probleme
Modalitäten der Platzierung
Anlass für die Platzierung
Initiantinnen und Initianten der Platzierung
Problembewusstsein der Kinder und Jugendlichen
Ursachen und Durchführung strafrechtlicher Platzierungen
6 Aushandlungsprozess und Entscheidungsfindung
Erste Fallmeldung und Abklärungen im Platzierungsprozess
Datum der Fallmeldung
Beizug externer Fachkräfte oder weiterer Personen aus dem Umfeld
Instrumente der Hilfe- bzw. Massnahmenplanung
Zustimmung der Beteiligten zur Platzierung
Massnahmenplanung und Partizipation aller Beteiligten
Partizipation im Prozess der Entscheidungsfindung
Information der Eltern
Information der Kinder
Beteiligung der Eltern am Entscheidungsprozess
Sicht der Sozialarbeitenden
Sicht der Herkunftseltern
Beteiligung der Kinder und Jugendlichen am Entscheidungsprozess
Sicht der Sozialarbeitenden
Sicht der Kinder und Jugendlichen
Beteiligung der Eltern und Kinder an der Ausgestaltung der Platzierungsmodalitäten
Sicht der Sozialarbeitenden
Sicht der Herkunftseltern
Wahl der Institution und Passung
Wichtige Aspekte bei der Wahl der Institution
Schwierigkeiten bei der Suche der geeigneten Institution
Schutzmassnahmen
Ziele der Platzierung
7 Tag der Platzierung
Information und Vorbereitung
Tag der Platzierung
Sicht der Fachleute
Sicht der Eltern
Sicht der Kinder
8 Interaktion von Eltern, Kindern und Hilfesystem nach erfolgter Platzierung
Wechsel der Fachpersonen des Hilfesystems
Interaktion von Kindern, Eltern und Platzierungsverantwortlichen
Strafrechts- und Kindesschutzmassnahmen als wichtige Rahmenbedingungen
Standortbestimmungen
Gespräche als Basis gegenseitiger Verständigung
Veränderungen von Vereinbarungen
Qualität der Interaktion von Kindern, Eltern und Platzierungsverantwortlichen
Die Bedeutung der Partizipation von Eltern und Kindern im Hilfeprozess
Kontakte von Eltern und Kindern zu weiteren Fachpersonen
Begleitung und Unterstützung der Eltern durch weitere Fachpersonen
Begleitung und Unterstützung von platzierten Kindern und Jugendlichen durch weitere Fachpersonen
Kontakte zwischen Eltern und Heim oder Pflegefamilie
Interaktionen innerhalb des Hilfesystems
9 Auswirkungen der Platzierung auf die Kinder und Familien
Platzierungsabbrüche
Auswirkungen der Platzierung auf die Herkunftsfamilien
Auswirkungen der Platzierung auf das Kind und die familiäre Interaktion
Wohlergehen des Kindes
Schulische Situation, Ausbildung
Freunde und Freizeit
Beziehungen der Kinder zur Herkunftsfamilie
Beziehungen der Kinder zu den Betreuungspersonen und anderen Kindern
Verhaltensveränderungen der Kinder und Jugendlichen im Laufe der Platzierung
Grösste Probleme der Kinder und Jugendlichen während der Platzierung
Bilanz der Platzierung
10 Diskussion der Ergebnisse und Empfehlungen
Anlage der Untersuchung
Zentrale Ergebnisse
Familiäre Situation und Gründe für die Platzierung
Planung und Durchführung der Platzierung
Auswirkungen der Platzierung
Empfehlungen und Kommentare
Literatur
Tabellenverzeichnis
Anhang A
Fallvignetten
Anhang B
Grafische Übersicht über den Verlauf der Platzierungen in einer Pflegefamilie
Grafische Übersicht über den Verlauf der Platzierungen in einem Heim
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