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Dieter Ruloff (Hrsg.)

Den Staat neu definieren

Sachgebiet: Politik, Politikwissenschaften
Umfang: 220 Seiten / brosch. (ISSN 5414-8197)
Preis: Fr. 32.70 / € 20.90 (D)
ISBN-Nr.: 978-3-7253-0676-3
Erschienen: Dezember 2000
Reihe: Sozialwissenschaftliche Studien des Schweizerischen Instituts für Auslandforschung • Band 29

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Siehe auch:
» Preis der Freiheit – Grenzen der Sicherheit, ISBN-Nr.: 978-3-7253-0740-1
» Moral und Moralismus in Wirtschaft und Politik, ISBN-Nr.: 978-3-7253-0720-3
» Religion und Politik, ISBN-Nr.: 978-3-7253-0700-5
» Technologie und Gesellschaft an der Jahrtausendwende, ISBN-Nr.: 978-3-7253-0629-9
» Globalisierung - eine Standortbestimmung, ISBN-Nr.: 978-3-7253-0606-0
» Brennpunkt Ostasien, ISBN-Nr.: 978-3-7253-0579-7
» Wandel der Weltgesellschaft, ISBN-Nr.: 978-3-7253-0547-6
» Die Erblast der Sowjetunion, ISBN-Nr.: 978-3-7253-0528-5
» Europäische Antagonismen, ISBN-Nr.: 978-3-7253-0490-5
» Föderalismus - Mittel der Konfliktbewältigung, ISBN-Nr.: 978-3-7253-0473-8
» Umweltzerstörung und Ressourcenverschwendung, ISBN-Nr.: 978-3-7253-0441-7
» Das Flüchtlingsproblem - Eine Zeitbombe?, ISBN-Nr.: 978-3-7253-0396-0
» Glasnost und Perestroika - Der Sozialismus im Wandel, ISBN-Nr.: 978-3-7253-0376-2
» Europäische Herausforderung - The European Challenge, ISBN-Nr.: 978-3-7253-0348-9
» Neuer Realismus in den Nord-Süd-Beziehungen?, ISBN-Nr.: 978-3-7253-0324-3
» Ideen unserer Zeit, ISBN-Nr.: 978-3-7253-0301-4
» Das Dreieck Europa – Amerika – Asien, ISBN-Nr.: 978-3-7253-0272-7
» Ost-West-Beziehungen: Analysen und Perspektiven, ISBN-Nr.: 978-3-7253-0247-5
» Wege aus der Weltwirtschaftskrise, ISBN-Nr.: 978-3-7253-0222-2


Zum Buch:

Die meisten Staaten der entwickelten Welt haben sich verausgabt. Einerseits wird der Schuldenberg immer höher, andererseits greifen die öffentlichen Hände den Bürgern immer tiefer in die Tasche. Die Staatsquote, d.h. die Summe aller staatlichen Ausgaben im Verhältnis zum BSP, die in den OECD-Ländern 1950 noch bei 15% lag, hat sich inzwischen mehr als verdoppelt. Spitzenreiter mit über 50% sind die skandinavischen Länder, die Schweiz liegt allerdings nicht mehr viel darunter. An Ausgabenkürzungen führt kein Weg vorbei. Der Staat muss sparen, muss schlanker werden, effizienter arbeiten. Modernisierungsbemühungen im Stile des New-Public-Management (NPM) sind überfällig.
All dies löst aber das grundsätzliche Problem der entwickelten Staaten am Beginn des 21. Jahrhunderts nicht. Gefragt sind Reformen, die privater Initiative wieder mehr Spielraum geben, Leistung honorieren und nicht bestrafen, Risikobereitschaft fördern, kurz: Schwung in die Wirtschaft bringen, allen Arbeit geben und damit last but not least auch wieder mehr Geld in die Kassen des Staates bringen. Eine Rückführung der Staatstätigkeit ist unumgänglich. Realistisch betrachtet ist eine solche nicht von heute auf morgen zu haben, sondern nur Schritt für Schritt, zielgerichtet, ausdauernd, mit langem Atem. Angesicht wohl organisierter und z.T. fest eingegrabener Interessen steht und fällt das Projekt einer Rückbindung des Staates mit der Entwicklung eines breiten gesellschaftlichen Konsenses.
Zu einem solchen Konsens will der vorliegende Band einen kleinen Beitrag leisten. Er enthält die Vorträge des Schweizerischen Instituts für Auslandforschung vom Wintersemester 1999/2000 und einen Bericht über ein wissenschaftliches Symposium zum Thema «Staatsaufgaben und Wirtschaftsfreiheit», das zum Abschluss des Semesters an der Universität Zürich durchgeführt wurde. Neudefinition des Staates heisst nicht kompletter Neubeginn im Sinne einer Formulierung von radikalen Alternativen; solche sind als kontrafaktische Ideale wohl für den Denkprozess nützlich, aber nicht mehr. Neudefinition des Staates muss heissen: Diskussion ohne Vorurteile über die Frage, was soll der Staat, was kann er leisten, was können wir von ihm verlangen, und welche Mittel braucht er dazu.


Inhaltsverzeichnis:

• Prof. Dr. Dieter Ruloff
(Universität Zürich, Delegierter des Schweizerischen Instituts für Auslandforschung, Zürich)
Einleitung: «Den Staat neu definieren»

• Prof. Dr. Henner Kleinewefers
(Universität Freiburg)
Nach der Konsolidierung die Reform – Wünsche für die Zukunft der schweizerischen Bundesverfassung

• Prof. Dr. Johann Eekhoff
(Staatssekretär a.D., Universität Köln)
Grenzen des Wohlfahrtsstaates

• Prof. Dr. Otmar Issing
(Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank, Frankfurt a/Main)
Der Euroraum: Eine Währung – ein Markt – elf Staaten

• Dr. Robert A. Levine
(Senior Economist Emeritus, The RAND Corporation, Santa Monica, USA)
Why does America lead economically – and Europe follow?

• Prof. Dr. Wernhard Möschel
(Universität Tübingen)
Notwendigkeit und Möglichkeit einer Staatsaufgaben-Privatisierung

• Ulrich Bremi
(alt Nationalrat, Präsident des Verwaltungsrates Swiss Re, Zürich)
Blick auf die Schweiz aus unternehmerischer Perspektive

Symposium «Staatsausgaben und Wirtschaftsfreiheit» (4. Feb. 2000/ Univ. Zürich)
Teilnehmer (u.a.):
Prof. Dr. Klaus Armingeon, Prof. Dr. Thomas Bernauer, Prof. Dr. Klaus von Beyme, Prof. Dr. Silvio Borner, Prof. Dr. Gebhart Kirchgässner, Prof. Dr. Ulrich Klöti, Prof. Dr. Hermann Lübbe, Dr. Adriano Lucatelli, Dr. Markus Rauh, Prof. Dr. Dieter Ruloff, Dr. Bernhard Weilharter

Themen:
• Privatisierung: Chancen und Schwierigkeiten
• Globaler Standortwettbewerb
• Staatsaufgaben
• Primat der Wirtschaft – Primat der Politik?
(Symposiumbericht, bearbeitet von Lukas Guyer, Christian Hirschi und Christian Moser)


Weiterführende Links und Downloads:
» Schweizerisches Institut für Auslandforschung


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