 |
 |
 |
Brigitte Bisig / Felix Gutzwiller (Hrsg.)
Gesundheitswesen Schweiz: Gibt es Unter- oder Überversorgung? – Band 2: Detailresultate
Die Bedeutung von Sozialschicht, Wohnregion, Nationalität, Geschlecht und Versicherungsstatus
Sachgebiet: Nationales Forschungsprogramm / Politik, Politikwissenschaften / Soziologie, Sozialpolitik
Umfang: 245 Seiten (brosch.)
Preis: Fr. 45.00 / € 28.80 (D)
ISBN-Nr.: 978-3-7253-0769-2
Erschienen: März 2004 Reihe: NFP 45 Sozialstaat
» Bestellen
|
Siehe auch:
» Menschen mit Behinderungen an Schweizer Hochschulen, ISBN-Nr.: 978-3-7253-0828-6 » «Supported Employment», ISBN-Nr.: 978-3-7253-0804-0 » Belastung und Wohlbefinden bei Angehörigen von Menschen mit Demenz, ISBN-Nr.: 978-3-7253-0802-6 » Probleme des Sozialstaats: Ursachen, Hintergründe, Perspektiven, ISBN-Nr.: 978-3-7253-0801-9 » Einmal Rente – immer Rente?, ISBN-Nr.: 978-3-7253-0795-1 » Menschen mit Behinderungen in der Schweiz, ISBN-Nr.: 978-3-7253-0785-2 » Zur Situation des Personals in der schweizerischen Langzeitpflege, ISBN-Nr.: 978-3-7253-0783-8 » Working poor in der Schweiz – Wege aus der Sozialhilfe, ISBN-Nr.: 978-3-7253-0781-4 » Wer zahlt für die Soziale Sicherheit und wer profitiert davon?, ISBN-Nr.: 978-3-7253-0778-4 » Gesundheitswesen Schweiz: Gibt es Unter- oder Überversorgung? – Band 1: Gesamtübersicht, ISBN-Nr.: 978-3-7253-0768-5 » Wirkungen von Beschäftigungsprogrammen für ausgesteuerte Arbeitslose, ISBN-Nr.: 978-3-7253-0767-8 » Auf der Spur kantonaler Unterschiede in der Invalidenversicherung, ISBN-Nr.: 978-3-7253-0766-1 » Familien, Geld und Politik, ISBN-Nr.: 978-3-7253-0761-6
Zum Buch:
Welche Faktoren – neben dem Gesundheitszustand – beeinflussen die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen? Bisher wusste man nur wenig darüber. Der vorliegende Bericht ermöglicht eine vertiefte und fundierte Information sowohl der Ärzteschaft wie der Bevölkerung.
Hauptdatenquellen waren die Schweizerischen Gesundheitsbefragungen des Bundesamtes für Statistik von 1992/93 und 1997.
Ergebnisse: Die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen ist nicht nur vom Gesundheitszustand abhängig. Faktoren wie Geschlecht, Wohnregion, Nationalität, Sozialschicht und Versicherungsstatus bestimmen mit, ob und wie oft jemand Gesundheitsleistungen nachfragt.
Beispiele: Personen aus tieferen Sozialschichten nehmen seltener Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch als Personen aus hoher Sozialschicht. In der französischsprachigen Schweiz sind Spezialarztkonsultationen häufiger und Zahnarztkonsultationen seltener als in der deutschsprachigen Schweiz. Früherkennungsmassnahmen sind bei Personen in der Peripherie seltener als in Grosszentren. Aber auch der Versicherungsstatus scheint bei der Inanspruchnahme eine Rolle zu spielen: Personen mit einer Zusatzversicherung für stationäre Behandlungen im Spital (Privatversicherung) nehmen generell mehr Leistungen in Anspruch als Personen mit einer Allgemeinversicherung. Dies gilt für kurative, aber auch paramedizinische Leistungen und Vorsorge-/Früherkennungsmassnahmen.
Die erwähnten Unterschiede gelten nicht nur in der Schweiz. Eine Vielzahl ausländischer Studien bestätigen die hier gezeigten Ergebnisse.
Die dargestellten Faktoren bilden eine wichtige Grundlage für wirkungsvolle zukünftige Strategien in der Gesundheitspolitik. Besonders Personen mit tiefem sozioökonomischem Status sind eine wichtige Zielgruppe für Massnahmen der Gesundheitsförderung. Im Weiteren können mit den vorliegenden Ergebnissen Leistungserbringer (u.a. Ärzteschaft) aber auch politisch Verantwortliche über mögliche soziale und kulturelle Einflussfaktoren informiert werden.
Inhaltsverzeichnis:
Einleitung
Brigitte Bisig
Krankheits-Früherkennung/-Vorsorge nach Alter, Schulbildung, Nationalität, Wohnregion (und Geschlecht)
• Brustkrebsfrüherkennung
Brigitte Bisig, Fred Paccaud, Felix Gutzwiller
• Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung (PAP-Test)
Silvia Dehler, Brigitte Bisig, Felix Gutzwiller
• Hautkrebs-Früherkennung
Brigitte Bisig, Felix Gutzwiller
•Grippeimpfung
Karin Huwiler, Brigitte Bisig
• HIV-Test
Karin Huwiler, Brigitte Bisig
• Hormonersatztherapie
Margreet Duetz, Brigitte Bisig
Ambulante und stationäre Inanspruchnahme nach Geschlecht, Alter, Schulbildung, Nationalität und Wohnregion
• Arzt-/Spitalkonsultationen (französisch)
Vincent Wietlisbach, Brigitte Bisig
• Operationen
Brigitte Bisig, Felix Gutzwiller, Aydin Taskin, Gianfranco Domenighetti
•Komplementärmedizin
Brigitte Bisig, Vincent Wietlisbach, Felix Gutzwiller
Paramedizinische Inanspruchnahme nach Geschlecht, Alter, Schulbildung, Nationalität und Wohnregion (französisch)
Vincent Wietlisbach, Brigitte Bisig
Anhang
– Datenquellen
– Methoden
– Umkodierungen Arztvariablen SGB 1997
– AutorInnen und HerausgeberInnen
Weiterführende Links und Downloads:
» NFP45 Sozialstaat
|
 |