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Bruno S. Frey, Claudia Frey Marti

Glück
Die Sicht der Ökonomie

Sachgebiet: Arbeits- und Sozialwissenschaften, Arbeitnehmerpolitik / Bildungssoziologie / Familien- und Jugendpolitik / Kompaktwissen / Soziologie, Arbeitsforschung / Soziologie, Sozialpolitik / Unternehmenspolitik, Führungspolitik, Organisation, Marketing
Umfang: 168 Seiten, Taschenbuch
Preis: Fr. 22.00 / € 14.10 (D)
ISBN-Nr.: 978-3-7253-0936-8
Erschienen: März 2010
Reihe: Kompaktwissen CH Band 13

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Siehe auch:
» Buchbesprechung


Zum Buch:

«Fragen, nach deren Beantwortung viele Leser geradezu hungrig sein dürften.»
Neue Zürcher Zeitung

Gesamtnote: 10
Erkenntniswert: 10
Stil: 9
Nutzwert: 9
BILANZ

«Knapp, trocken und bündig präsentiert das kleine Büchlein die Fakten der Glücksforschung.»
NZZ am Sonntag

«getAbstract empfiehlt dieses Buch insofern, als es in seiner sehr sachlichen Art hilft, den eigenen Weg zum Glück einmal zu hinterfragen.»
getAbstract

«Der Spruch, Geld macht nicht glücklich, ist ja wohl bloss eine Falschmeldung aus der Teppichetage des Lebens. (...) Dabei ist es sogar wissenschaftlich erhärtet, dass Geld eben doch glücklich macht. Ja, es gibt inzwischen eine seriöse Glücksforschung, und wer sich für deren Ergebnisse interessiert, kann sich in einer Reihe 'Kompaktwissen' darüber informieren.»
Der Landbote

«Ein informatives Büchlein zum Thema, wie man ein gutes Leben führen kann.»
Saldo


Aus dem Vorwort
«Alle Menschen wollen glücklich sein», sagte Aristoteles. Die Schweizerinnen und Schweizer scheinen dieser Feststellung und Anregung von Aristoteles gut zu entsprechen. Die Schweizer erweisen sich als besonders glückliches Volk: In einer repräsentativen Umfrage bezeichnen sich gut die Hälfte der Befragten als «glücklich» und mehr als ein Drittel sogar als «sehr glücklich». Zum Vergleich: In Deutschland bezeichnen sich knapp 20 Prozent als «sehr glücklich», in den Vereinigten Staaten 35 Prozent.
Wovon hängt aber unser Glück ab? Neuerdings befassen sich auch Ökonomen mit der Fra-ge nach dem «Glücklichsein». Unser Buch soll aufzeigen, wie wir Ökonomen die Einflussfaktoren des Glücks erfassen und unter welchen Bedingungen Menschen (noch) glücklicher werden können.
«Glück – Die Sicht der Ökonomie» baut auf zwei englischsprachigen wissenschaftlichen Wer-ken des Erstautors auf: «Happiness: a revolution in economics» (Bruno S. Frey, 2008) und «Happiness & Economics» (Bruno S. Frey und Alois Stutzer, 2002). Mit «Glück – Die Sicht der Ökonomie» wollen wir diese Forschungsergebnisse für ein breiteres Publikum aufbereiten und zum Denken sowie Diskutieren anregen.
Zuerst zeigen wir auf, was unter «Glück» verstanden werden kann (Kapitel 1) und wie die Glücksforschung vorgeht (Kapitel 2). Anschliessend untersuchen wir verschiedene wirtschaftliche und ausserwirtschaftliche Lebensbereiche. Welchen Einfluss auf unsere Lebenszufriedenheit haben
• das Geld, vor allem also das Einkommen (Kapitel 3);
• die Wirtschaftslage, vor allem Arbeitslosigkeit und Inflation (Kapitel 4);
• die Demokratie und der Föderalismus (Kapitel 5);
• die selbstständige Erwerbsarbeit und die Freiwilligenarbeit (Kapitel 6);
• Heirat oder Scheidung (Kapitel 7);
• die lohnmässige Gleichstellung der Frauen (Kapitel 8) und
• der Fernsehkonsum (Kapitel 9)?
Ausgehend von umfangreichen Erhebungen, die in verschiedenen Ländern und für verschiedene Zeitperioden bei Tausenden oder gar Hunderttausenden von Personen durchgeführt worden sind, werden die Zusammenhänge zwischen diesen Bestimmungsfaktoren und der Lebenszufriedenheit empirisch geschätzt. Dabei stellt sich auch die Frage der Kausalität: Macht Heirat glücklich? Oder neigen glückliche Leute eher zum Heiraten? – Macht Arbeitslosigkeit unglücklich? Oder werden unglückliche Leute eher arbeitslos?
Abschliessend stellen wir uns die Frage, was wir aus der Glücksforschung lernen können (Kapitel 10): Welche Folgerungen können der Einzelne, die Unternehmen und der Staat aus der Glücksforschung ziehen?
Die Erkenntnisse der Glücksforschung sollen dazu beitragen, die Voraussetzungen zu schaffen, dass der Einzelne sein ganz persönliches Glück finden kann. Die moderne Glücksfor-schung liefert dafür wichtige Einsichten. Das vorliegende Buch sollte jedoch nicht hauptsäch-lich als Ratgeber «Wie werde ich in meinem Leben glücklich?» verstanden werden. Ebenso sollte keine simple Anleitung «Wie kann der Politiker ein glückliches Land mit glücklichen Bürgern schaffen?» erwartet werden. Dazu gibt es viele andere Bücher.






Inhaltsverzeichnis:

1 Was ist Glück und wozu Glücksforschung?
Oder: Warum jeder für sich persönlich Glück definieren muss und welche Erkenntnisse die Glücksforschung liefern kann

1.1 Was ist Glück?
1.2 Was unternimmt Glücksforschung?
1.3 Zusammenfassung

2 Wie geht die Glücksforschung vor?
Oder: Warum Ökonomen etwas zur Glücksforschung beitragen können

2.1 Ökonomische Glücksforschung: Gegenstand und Methode
2.2 Ist Glück messbar?
2.3 Glücks-Konzepte und Messmethoden
2.4 Empirische Untersuchung von Glücksfunktionen
2.5 Nationaler Glücksindikator
2.6 Alternative Konzepte zur Messung des Wohlbefindens einer Nation oder Region
2.7 Zusammenfassung

3 Kann Geld glücklich machen?
Oder: Warum uns Einkommen und Vermögen (allein) nicht glücklich machen

3.1 Höheres Einkommen bedeutet höhere Lebenszufriedenheit ...
3.2 Leute in reichen Ländern sind tendenziell glücklicher
3.3 Trotz stark steigendem Pro-Kopf-Einkommen ist die heutige Generation nicht glücklicher als ihre Vorfahren
3.4 Glück ist relativ: Die Rolle der Einkommenserwartungen
3.5 Kausalität: Macht Geld glücklich, oder werden glückliche Leute reicher?
3.6 Zusammenfassung

4 Kann eine gute Wirtschaftslage glücklich machen?
Oder: Warum auch Arbeitslosigkeit, Inflation und Einkommensunterschiede unser Glück beeinflussen

4.1 Arbeitslosigkeit verursacht Wohlfahrtsverluste
4.2 Inflation und Wohlfahrtsverluste
4.3 Einkommensungleichheit und Lebenszufriedenheit
4.4 Zusammenfassung

5 Kann der Staat glücklich machen?
Oder: Warum uns Demokratie und Föderalismus glücklicher machen

5.1 Demokratie
5.2 Föderalismus
5.3 Zusammenfassung

6 Kann Arbeit glücklich machen?
Oder: Warum auch Selbstständigkeit und Freiwilligenarbeit glücklich machen

6.1 Die glücklichen Selbstständigen
6.2 Freiwilligenarbeit macht glücklich
6.3 Zusammenfassung

7 Kann Heirat glücklich machen?
Oder: Warum Heirat glücklich macht – zumindest kurzfristig – und Scheidung nicht unbedingt unglücklich

7.1 Die Bedeutung von engen sozialen Bindungen
7.2 Empirische Analyse von Ehe und Scheidung
7.3 Zusammenfassung

8 Kann Gleichstellung glücklich machen?
Oder: Warum mehr Lohngleichheit die Frauen nicht unbedingt glücklich macht

8.1 Arbeits- und Lebenszufriedenheit der Geschlechter im internationalen Vergleich
8.2 Empirische Untersuchung: Einfluss von sozialen Normen auf die Lebenszufriedenheit der Frauen in der Schweiz
8.3 Macht Gleichstellung nicht glücklich?
8.4 Zusammenfassung

9 Kann Fernsehen glücklich machen?
Oder: Warum übermässiger Fernsehkonsum unglücklich macht

9.1 Übermässiger Fernsehkonsum
9.2 Stand der Forschung
9.3 Empirische Untersuchung: Macht Fernsehen (un)glücklich?
9.4 Zusammenfassung

10 Was können wir aus der Glücksforschung lernen?
Oder: Welche Folgerungen Einzelne, Unternehmen und Staat aus der Glücksforschung ziehen können

10.1 Fazit: Was beeinflusst unser Glück?
10.2 Ebene der Einzelperson: Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied


Weiterführende Links und Downloads:
» DIE ZEIT - Interview mit Bruno S. Frey


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