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René L. Frey / Claudia Frey Marti
Privatisierung und Deregulierung
Reformen der Schweizer Infrastrukturpolitik
Sachgebiet: Kompaktwissen / Politik, Politikwissenschaften / Volkswirtschaft
Umfang: 134 Seiten, Taschenbuch
Preis: Fr. 22.00 / € 16.50 (D)
ISBN-Nr.: 978-3-7253-0991-7
Erschienen: Mai 2012 Reihe: Kompaktwissen CH, Band 18
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Siehe auch:
» Kompaktwissen «Glück», ISBN-Nr.: 978-3-7253-0936-8
Zum Buch:
«Ein dichtes und informatives Werk, das mit der Diskussion um die zweite Gotthardröhre und deren allfällige Finanzierung eine zusätzliche Aktualität erhält.» Neue Zürcher Zeitung
«René L. Frey ist im Ausland wohl der bekannteste Ökonom der Schweiz.» infosperber.ch
Die jüngste Finanz- und Wirtschaftskrise hat das Vertrauen in das marktwirtschaftliche System erschüttert. Soll die Schweiz Privatisierungs- und Deregulierungsreformen im Infrastrukturbereich stoppen oder sogar rückgängig machen?
Die beiden Autoren sind überzeugt, dass dies in der heutigen Zeit des globalen Standortwettbewerbs falsch wäre. Sie zeigen, wie die Reformen der letzten zwei Jahrzehnte aus wirtschaftswissenschaftlicher und politisch-ökonomischer Sicht zu beurteilen sind. Dabei werden drei Stossrichtungen der Entstaatlichung unterschieden:
• rechtlich: Privat- statt Staatseigentum;
• wirtschaftlich: Wettbewerb statt Monopole;
• finanziell: Preise statt Steuern.
Privatisierung und Deregulierung sind anspruchsvolle Aufgaben. Es kann nicht einfach darum gehen, einer staatlichen Organisation ein privates Rechtskleid überzustülpen, sie in den Wettbewerb zu entlassen oder anders zu finanzieren. Auch muss verhindert werden, dass typische Probleme privater Grossunternehmungen entstehen.
Die allgemeinen Überlegungen werden am Beispiel des Bahnverkehrs konkretisiert.
René L. Frey ist emeritierter Professor für Nationalökonomie der Universität Basel. Heute leitet er CREMA – Center for Research in Economics, Management and the Arts. Seine Spezialgebiete in Lehre, Forschung und Beratung sind die Wirtschaftspolitik, die öffentlichen Finanzen und die räumliche Ökonomie (Verkehr, Umwelt und Infrastruktur).
Claudia Frey Marti, Dr. oec., war an der Universität St. Gallen als wissenschaftliche Mitarbeiterin, in der baselstädtischen Verwaltung als stellvertretende Leiterin der Koordinationsstelle für Umweltschutz sowie an der Fachhochschule Nordwestschweiz als Lehrbeauftragte und Prüfungsexpertin für Volkswirtschaftslehre tätig. Heute ist sie selbstständigerwerbend und hat gemeinsam mit Bruno S. Frey den Band „Glück – Die Sicht der Ökonomie“ (2010) veröffentlicht.
Inhaltsverzeichnis:
Prolog
1 Probleme und Herausforderungen: Auf der Suche nach der bestmöglichen Versorgung der Bevölkerung mit Infrastrukturleistungen
1.1 Gegenstand, Fragestellungen und Analysemethode
1.2 Infrastruktur: Voraussetzung für Entwicklung und Wohlstand
1.3 Service public: Gewährleistung der Grundversorgung
1.4 Dilemma zwischen Markt- und Staatsversagen
2 Historische Entwicklung: Pendelbewegungen zwischen Staat und Markt
2.1 Manchesterliberalismus: Freie Entfaltung für den Unternehmer
2.2 Regulierung und Verstaatlichung: Bekämpfung von Marktversagen
2.3 Deregulierung und Privatisierung: Bekämpfung von Staatsversagen
3 Liberalisierung: Dienstleistungen zwischen Staat und Privat
3.1 Stossrichtungen der Liberalisierung
3.2 Rechtlich-organisatorische Liberalisierung: Privatisierung im engen Sinn
3.3 Wirtschaftliche Liberalisierung: Mehr Wettbewerb durch Marktöffnung
3.4 Finanzielle Liberalisierung: Äquivalenz statt Leistungsfähigkeit
3.5 Teilprivatisierung und Re-Regulierung
3.6 Privatisierungsähnliche Reformen
4 Eignerpolitik des Bundes: Reformen zwischen mutig und halbherzig
4.1 Aufgaben des Bundes: Das Vier-Kreise-Modell
4.2 Verselbstständigte Einheiten
4.3 Beurteilung
5 Liberalisierung des Bahnverkehrs: Fortschritt oder Rückschritt?
5.1 Zielvielfalt im Bahnwesen
5.2 Ausgangslage
5.3 Bahnreform in der EU
5.4 Bahnreform in der Schweiz
5.5 Schweizer Bahnreform im europäischen Vergleich
5.6 Beurteilung der Schweizer Bahnreform
5.7 Empfehlungen
6 Probleme und Widerstände: Die Infrastruktur im Spannungsfeld privater und öffentlicher Interessen
6.1 Politische Prozesse und Strukturen
6.2 Governance: Regeln für Effizienz und Fairness in hierarchischen Strukturen
6.3 Rent seeking: Kampf für Eigeninteressen
6.4 Service public: Privatisierung und Deregulierung unterlaufen
6.5 Externe Kosten: Internalisieren statt abwälzen
7 Privatisierung und Deregulierung: Weitere Reformen ja – aber auf die richtige Art und Weise
7.1 Privatisierung und Staatsschuld
7.2 Wichtigste Erkenntnisse
7.3 Stand der Liberalisierung
7.4 Handlungsempfehlungen
7.5 Alternative Szenarien: Liberalisierung bei unterschiedlichen Rahmenbedingungen
Epilog
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